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Trauer um Ruderer Maximilian Reinelt

Bochum, 12.02.2019:

Foto © deutschlandachter.de

Er gehörte viele Jahre zu den besten Ruderern Deutschlands und absolvierte zeitgleich sein Medizinstudium an der Ruhr-Universität. Am vergangenen Samstag verstarb Maximilian Reinelt beim Ski-Langlauf.


Im Deutschlandachter feierte Maximilian Reinelt seine größten sportlichen Erfolge: Olympiagold 2012, Olympiasilber 2016, Welt- und Europameister. Sein Studium der Medizin absolvierte er seit 2009 zielstrebig an der RUB. Trotz der Doppelbelastung durch die „Duale Karriere“ legte er sein Examen im November 2017 und damit annähernd in Regelstudienzeit erfolgreich ab. Es braucht sehr lange, eine ähnliche Lebens- und Erfolgsgeschichte zu finden.

Maximilian Reinelt kam für den Sport aus Ulm ins Ruhrgebiet und hörte bei seiner Entscheidung für die Ruhr-Universität auch auf Empfehlungen von aktiven und ehemaligen Ruderern. In seinem Steckbrief lässt sich nachlesen, dass dies für ihn der richtige Weg war: „Für mich war es bis heute die richtige Entscheidung, nicht nur wegen der Kooperation zwischen der Universität und den Olympiastützpunkten oder der räumlichen Nähe zu unserem Bundesstützpunkt in Dortmund, sondern auch aufgrund des ehrlichen Interesses und der Begeisterung für den Sport. Die Ruhr-Uni Bochum ist eine Institution des Ruhrgebiets und der erste Schritt, seinem Charme zu erliegen.“

In den Jahren seines Studiums war er als Sportler und Botschafter der RUB in der Welt unterwegs und hat keine Gelegenheit versäumt, seiner Universität als „Partnerhochschule des Spitzensports“ und der Fakultät für Medizin für die Ermöglichung der dualen Karriere zu danken.

Bei der „Ehrung sportlich erfolgreicher Studierender 2016“ zeichnete ihn die RUB für die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 aus.

 

Maximilian Reinelt (4. v.l.) bei der Sportlerehrung 2016

Maximilian Reinelt (4. v.l.) bei der Sportlerehrung 2016



Durch das Karriereende und das Examen war dies für den Hochschulsport zugleich der letzte persönliche Kontakt. Über andere studierende Spitzensportler aus dem Rudern konnten wir als Hochschulsport vernehmen, dass der Kontakt in die Welt des Ruderns auch nach seinem Karriereende und seinem Abschluss nicht abgebrochen war. Maximilian war allzeit geschätzt als Berater, Begleiter und Freund. Für jüngere Nachwuchsruderer war er sicher auch Vorbild, was vielleicht einer der Gründe war, dass er als Mannschaftsarzt des Nachwuchskaders U23 engagiert worden war.

In seinem Steckbrief steht auch: „Wenn ich an Studium und Spitzensport denke, dann denke ich an intensiv gelebte Jahre, große Momente im Sport, neue Einblicke in die Natur des Menschen, aber auch Nächte vor Lehrbüchern und einen alles beherrschenden Terminkalender. Die duale Karriere, die Verbindung von Sport und Studium, fordert viel, gibt aber in Tagen ohne Sport oder sportlichen Misserfolgs viel zurück.“


Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Ruderkameraden.